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Wie du das Positive in dir stärkst? Und wie dir dabei deine rechte Gehirnhälfte hilft.

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Übersicht

Ähnlich wie ich nach dem Tod meines Vaters das Gefühl hatte, dass mich das Leid mit all seinen Gefühlen auffrisst, erfahren wir alle im Laufe unseres Lebens Gefühle, wie Trauer, Wut, Angst, Eifersucht, Enttäuschung oder Sorgen. 

Die Frage, die mich innerhalb dieser Erfahrung beschäftigt hat, war: Kann ich überhaupt wieder ins Positive und wenn ja, wie lange wird dies dauern? Die gute Nachricht ist, ja es geht und wir können einen sehr leidvolle Phase durch bestimmte Methoden und Techniken abkürzen. Wichtig ist eben nur, diese im ersten Schritt zuzulassen und hinzusehen. Im zweiten Schritt ist es sehr hilfreich, wenn du weißt, wie du im tiefen inneren funktionierst, wie dein Körper funktioniert und reagiert. Damit verstehst du auch, wie leidvollen Gefühle in dir entstehen und was du konkret tun kannst, um wieder resilient in deine mentale Stärke shiften können.

Heute bestätigen zahlreiche Forschungsergebnisse den Gedanken des Zen-Buddhismus zur Entstehung von Leid. 

Dieser Gedanke geht davon aus, dass unser denkender Verstand, unsere Interpretationen der Erfahrungen Teil des Problems sind. Unser Denken erzeugt auch das, was wir als eigenes “Ich” erleben und eben genau dieses “Ich” ohne Denken gar nicht existiert – eine Illusion ist. 

Aber unser “Ich” liebt es, diese Illusion aufrecht zu erhalten, unser “Ich” ist sehr überzeugend, indem es uns die Welt erzählt, Erinnerungen ablaufen lässt, sich mit unserem Körper identifiziert, bewertet und Vorstellungen über künftige Ereignisse erzeugt. Es liebt es, zu kategorisieren, zu interpretieren und uns Geschichten erzählt – ohne Rücksicht, ob diese wahr oder falsch sind. 

 Um zu verstehen, wie überzeugend unser “Ich” auch im “Falsch-Interpretieren” ist und wie dadurch Leid mit all seinen negativen Gefühlen entsteht,  zeigen dir folgende neurowissenschaftliche Studien.

Studienergebnisse für das Verständnis von Fehlinterpretation und die Entstehung von negativen Gefühlen

Vorwissen

  • Funktionen der linken Gehirnhälfte: Sprache, Mustererkennung, Kategorisierung, Urteilsvermögen, Interpretationen
  • Funktionen der rechte Gehirnhälfte: Erkennung der großen ganzen Zusammenhänge, Sinnfindung, Gefühle, Kreativität, räumliche Orientierung
  • Kreuzverschaltung unseres Körpers: Ein- und ausgehende Informationen von der rechten Körperhälfte werden von der linken Hirnhälfte verarbeitet und umgekehrt.

Die Falschinterpretation

Bei Split-Brain-Patienten findet durch Erkrankungen wie einem Schlaganfall keine Kommunikation mehr zwischen der rechten und der linken Hirnhälfte statt. Einem solchen Patienten wurde innerhlab der Studien von Gazzaniga einmal nur für die linke Hirnhälfte wahrnehmbar ein Bild von einer Hühnerkralle gezeigt und einmal nur für die rechte Hirnhälfte wahrnehmbar ein Bild mit Schnee gezeigt. Danach wurden die Patienten gebeten, aus den folgenden Bildern auszuwählen, welches mit dem Ausgangsbild am nächste im Zusammenhang steht. Dies konnte mit den Antworten Huhn (passend zur Hühnerkralle) und Schneeschaufel (passend zu Schnee) perfekt gelöst werden.

Doch folgende weiterführende Frage konnte das falsch interpretierende “Ich” erkennbar machen. Der Versuchsleiter stellte die Frage: Warum zeigt ihre linke Hand auf eine Schneeschaufel? Die Frage über das Sprachzentrum die linke Hirnhälfte an. Eigentlich hätte diese durch die fehlende Verbindung zur rechten Hirnhälfte antworten sollen “Ich weiß es nicht” oder “mir fehlt die Verbindung zur rechten Hirnhälfte”. Das hätte der wirklichen Situation entsprochen. Stattdessen antwortete der Patient mit vollkommener Sicherheit: “Ach das ist ganz einfach, die Schneeschaufel braucht man, um den Hühnermist fortzuschaffen”.

Der Beweis liegt darin, dass die die linke Hirnhälfte anhand ihrer Indizien sofort eine zusammenhängende, plausible, aber vollkommen unzutreffende Erklärung parat hatte.

Quelle: Vgl. Gazzaniga, M.S. (1998) the split brain revisited.” Scientific American 279 (1) 1998, S. 84 ff.

Die Interpretation von Ja und Nein

Diese Übung basiert auf den neurowissenschaftlichen Forschungen zur Reaktion des Gehirns auf die Worte Ja und Nein. 

Übung:

Stell dir vor, du stehst vor zwei riesigen Plakatwänden. Auf einer riesengroß steht das Wort JA und auf der anderen das Wort NEIN. Was machen die beiden Worte mit dir? Beobachte für einige Momente? Nimmst du Unterschiede wahr?

Es gibt mit beiden Vorstellungen gemeinsame Gefühle, wie z.B. Neugier oder Verwunderung. Aber dennoch ist für dich vielleicht das Wort NEIN gefühlsmäßig eher negativ behaftet und das Wort JA eher positiv. 

Wenn du dir nun eine weitere Plakatwand vorstellst, bei dem ein Wort in z.B. chinesisch oder einer anderen Fremdsprache geschrieben ist, die du nicht beherrschst, wirst du du gar keine Reaktion feststellen. 

Diese Beobachtung der Übung verdeutlicht, dass welche emotionale und sogar körperliche Verbindung zu Worten besteht.

Quelle: Vgl. Niebauer, C. (2020) Kein Ich, Kein Problem. VAK Verlags GmbH, S. 60-61.

Die Wirkung von Farben und Sprache

Stell dir vor, du würdest verschiedene Farben gezeigt bekommen und mitteilen, welche du gerade vor dir siehst. 

  1. nun stell dir vor, du würdest die Farbe Gelb in Gelb und als Wort vorgelegt. Für deine linke Gehirnhälfte ist dies vollkommen harmonisch, weil Farbe und Wort übereinstimmen.
  2. Was würde aber passieren, wenn dir die Farbe Blau als Wort Rot vorgelegt wird? Deine Reaktionszeit bis zur Benennung der richtigen Farbe verlangsamt sich deutlich, wenn Wort und Sprache nicht übereinstimmen. Grund dafür ist, dass die linke Gehirnhälfte durch ihre Sprach- und Kategorisierungs-Vorliebe die Wirklichkeit schwerer erkennt. 

 

Dieser Effekt bleibt aus, wenn wir die Sprache nicht kennen oder bei Kindern, die die Sprache noch nicht beherrschen. Sobald aber unsere linke Gehirnhälfte die Sprache beherrscht, stellt sich eine sehr hohe Macht der Worte auf uns ein.

 

Quelle: Vgl. Stroop, J. (1935) “Studies of interference in serial verbal reactions.” Journal of Experimental Psychology 18(6): 1935, 643-662, DOI: 10.1037/h0054651.

 

Rätsel durch Muster auflösen

Um uns in unserer Welt gut zurechtzufinden, ist die Erkennung von Mustern ein wertvolles Werkzeug. Dennoch verkompliziert unsere linke Gehirnhälfte durch die ständige Suche nach Mustern das Wahrgenommene unnötig, was folgende Studie verdeutlicht. 

 

Die Teilnehmer sollten einfach nur raten, ob ein Lichtpunkt am unteren oder oberen Bildschirmrand erscheinen würde. Was die Studienteilnehmer nicht wussten, war, dass der Punkt zu 80 Prozent am oberen Bildschirmrand auftaucht. 

68 Prozent gaben an, dass der Punkt häufig am oberen Bildschirmrand erschien. Trotzdem versuchte die linke Gehirnhälfte “das Rätsel aufzulösen” und suchte nach einem möglichen festen Muster. Als der Test mit Ratten wiederholt wurde, denen die Muster suchende interpretierende Instanz fehlt, tippten sie einfach immer nach oben und lagen in 80 Prozent der Fälle richtig. 

Als Erkenntnis geht perfekt hervor, das unsere interpretierende Instanz Zeit für die Suche nach einem Muster für eine Geschichte aufwendet, die es gar nicht gibt. 

 

Erst wenn wir erkennen, dass die interpretierende Instanz unsere Überzeugungen erschafft und aufrecht erhält, können wir uns von der Vorstellung lösen, unsere Überzeugungen sind richtig. 

Quelle: Vgl. Wolford, G.; Miller, M.B.; Gazzaniga, M. (2000). “The left hemisphere’s role in hypothesis formation.” The Journal of Neuroscience 20/2000.

Die Macht der Überzeugungen

Wenn wir jedoch an Überzeugungen festhalten, wie zum Beispiel auch an das eigene individuelle “Ich”, beginnen wir diesen Gedanken weiter zu denken, weiter zu unterteilen und zu kategorisieren, so dass am Ende ein “so bin ich” und “so will ich sein-ich” entsteht. Wir kategorisieren nun nicht mehr unser Außen- sondern auch unsere Innenwelt. Damit erschaffen wir ein Bild von uns selbst, spalten es auf und leiden dann, wenn das eigene Bild mit dem “besseren” Wunschbild nicht mithalten kann. Wir wollen dann schlauer, besser, erfolgreicher usw. sein. Das Katastrophale daran ist, dass wir, solange wir in diesen Vorstellungen gefangen sind, erkennen, dass keine Erfüllung aller bestmöglichen Zustände zur vollständigen Zufriedenheit des “besseren” Ichs führt, weil dieses Ich immerzu denken und die Messlatte immer höher legen muss, um existieren zu können. 

Damit erzeugen wir Gefühle, wie Traurigkeit, Enttäuschung, Unzulänglichkeit, mangelndes Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl, weil wir uns selbst zugunsten dieser illusorischen besseren Version ablehnen. Dies geschieht aber nur, wenn wir uns ausschließlich mit den Denkprozessen unserer linken Gehirnhälfte identifizieren und glauben, dass allein sie mit dem “Ich” uns ausmacht.

Quelle: Vgl. Niebauer, C. (2020) Kein Ich, Kein Problem. VAK Verlags GmbH, S. 80-81.

Wie können wir negative Gefühle überwinden?

Das Paradaxon - Ein erster Ausweg

Paradoxe Sätze stellen oft unserem interpretierenden Ich ein Bein und wirken als Ausschalter für eine übermäßig steuernde linke Hirnhälfte. 

 

Wie verändert sich dein Bewusstsein, wenn du folgenden Satz liest: 

 

“Dieser Satz enthält 3 Fehler”

 

Auflösung: 

Der Satz enthält 2 Rechtschreibfehler und es entsteht ein zusätzlicher inhaltlicher Fehler, da es eben nur 2 Fehler sind. Daraus ergeben sich insgesamt 3 Fehler, obwohl der 3. Fehler nicht real ist und sich auch nicht kategorisch beantworten lässt. Damit kann der Satz nur wahr sein, wenn er falsch ist, was wiederum den Unterschied zwischen richtig und falsch verwischt.

Quelle: Vgl. Hori, V. (2003) Zen Sand: The Book of Capping Phrases for Koan Practice, University of Hawaii Press 2003.

Warum sollten wir ein Bewusstsein für unsere rechte Hirnhälfte schaffen?

Unsere rechte Gehirnhälfte hingegen ist unser räumliches Zentrum, sie verarbeitet alle Wahrnehmungen als Kontinuum und die Aufmerksamkeit richtet sich auf das große Ganze und, statt zu kategorisieren und zu interpretieren. Darüber hinaus ist die rechte Gehirnhälfte auf den gegenwärtigen Augenblick und das Tun und Sein ausgerichtet, ohne der Notwendigkeit von bewusstem Nachdenken, Interpretationen und Sprache. Da wir nicht bewusst darüber nachdenken müssen, wenn wir unseren Arm heben oder für das Greifen einer Tasse keine Interpretation oder Geschichte notwendig ist, verbleiben für uns die Abläufe auf den ersten Blick eher im Unbewussten, obwohl es hoch komplexe Handlungen sind.

Möglichkeiten, um die rechte Hirnhälfte zu trainieren

Während sich unsere linke Gehirnhälfte der Sprache und der Interpretationen der Geschehnisse um uns herum bedient, bleibt das Bewusstsein der rechten Gehirnhälfte trotz komplexer Vorgänge weitestgehend im Unbewussten. Hier tiefer einzutauchen und das Bewusstsein für unsere rechte Gehirnhälfte Stück für Stück zu entdecken lohnt sich,  da wir uns zum einen von der Identifikation mit der  interpretierende linken Gehirnhälfte distanzieren und langfristig so auch negativen Gedankenspiralen oder einseitigen wie falschen Interpretationen nachhaltig entgegenwirken können. Zum anderen entwickeln wir mit Ihrer Stärkung unsere innere “wortlose Weisheit”, selbst wenn unsere linke Instanz diese Vorgänge ignoriert oder kleinredet. Unsere rechte Gehirnhälfte verfügt über Informationen über das große Ganze, die uns nicht vollständig bewusst sind, das Ergebnis unserer Entscheidung aber positiv beeinflussen. Und mit welchen Methoden du sie stärken und ins Bewusstsein rücken kannst, erfährst du hier. Einige kennst du sicher schon, andere sind vielleicht in diesem Kontext eine neue Inspiration. Dir viel Spaß beim Entdecken und Ausprobieren.

Yoga 

ist ein eine wundervolle Möglichkeit, um dein Bewusstsein auf den Augenblick auszurichten. Hier hilft die bewusste Konzentration auf die Ausübung von Bewegungen. Während du hier ganz fokussiert bist, wirst du festestellen, dass du beim Yoga wenig an irgendetwas denken musst. Du bist ganz bei dir – im Moment.

 

Meditation

Davon gibt es zahlreiche Varianten. Wenn du dies das erste mal für dich ausprobierst, richtest du deinen Fokus einfach auf deine Atmung. Auch hier trainierst du, im gegenwärtigen Augenblick zu sein und dich vom Denken oder lästigen Gedankenspiralen zu distanzieren. Obwohl du in einem ruhigen Zustand bist, ist die Meditation eine hellwache Bewusstseinsform, die sich schwer in Worte fassen lässt.

Doch nur weil dies so ist, ist es trotzdem da und nur im Unbewussten. Vertieft wird dies durch folgende Weisheit antiker östlicher Philosophen: “Die reale Welt lasse sich nicht in Worte fassen, und alles, was sich in Worte fassen lasse, sein nicht die reale Welt.”

 

Flow

Dieser Bewusstseinszustand trainiert dich, ganz im Jetzt und deinen Tun aufzugehen. Du erkennst es daran, wenn du voll und ganz in einer Tätigkeit versunken bist, ohne darüber nachzudenken und das Gefühl für Zeit verlierst. Folgende Beispiele dienen als Inspiration. Vielleicht hast du dieses bestimmte Gefühl auch schon einmal kennengelernt?

  • einer Sportart fokussiert ausführen
  • Restaurieren eines Möbelstücks
  • Spielen eines Musikinstruments
  • Malen eines Bildes
  • mit einem Kind spielen

Während einer Sportart wird es oft ganz deutlich. Vielleicht hast du dies auch schon mal in ähnlicher Weise erlebt. Beim konzentrierten Ausüben, ohne darüber nachzudenken gelingen leicht Erfolge. Aber sobald du beginnst darüber nachzudenken, wie toll es wäre so weiterzumachen und zu gewinnen, lässt die Leistung plötzlich rapide nach.

 Vgl.: Csikszentmihalyi, M. (1990) Flow: the Psychology of Optimal Experience, Klett-Cotta, 6. Aufl. 2019.

 

Achtsamkeit

bedeutet ganz in der Realität zu sein und sie zu beobachten, statt über sie nachzudenken. Beispielsweise kannst du Achtsamkeit ganz einfach z.B. im Supermarkt üben, wenn du in der Warteschlange stehst. 

Beobachte, was in deiner Außenwelt und deiner Innenwelt geschieht. Außen nimmst du Menschen wahr, Situationen oder Geräusche, innen vielleicht in diesem Moment bestimmte Gefühle oder Gedanken, die auftauchen. Beobachte hier einfach ohne Bewertung. Damit entziehst du gleichzeitig negativen Gedanken die Energie und Bedeutung und verringerst die die Identifizierung mit der  interpretierende linken Gehirnhälfte 

 

Einfach machen

Wusstest du, dass unsere rechte Gehirnhälfte auch unser “Macher-Zentrum” ist? Wenn dir danach ist, deine linke Gehirnhälfte einmal  so richtig auszuschließen, dann tue einfach mal etwas ohne Grund

  • einfach so, weil es dir Spass macht 
  • oder gut tut, nur um der Tätigkeit selbst willen. (Dichten, Spazieren gehen, Musik, Malen…)

Tipp: Tue einfach mal etwas grundloses, ganz spontan, was sich nicht planen lässt, 

egal was deine linke Hirnhälfte dazu meint.

 

Bewusstes Atmen

Dazu gibt es sehr viele Techniken (hier findest du eine schöne Auswahl) und gleichzeitig kein richtig oder falsch. Wichtig ist nur, dass du bewusst deinen Atem beobachtest, wie er ein- und ausgeht. Wenn du möchtest, halte für ein paar Sekunden den Atem an und lasse ihn dann durch geöffneten Munden langsam herausfließen. Richte dabei die Aufmerksamkeit auf deinen Körper und spüre, was das Ausatmen zu Beispiel mit deinen Schultern macht. Das schöne ist, egal wie beschäftigt du bist, egal wie viel deine linke Gehirnhälfte gerade Denken muss oder möchte – für einen bewussten Atemzug ist immer Zeit.

“Unterschätze dabei nie, wie viel Macht in einem bewussten Atemzug steckt, um sich aus einem Gedankenkarussell der linken Gehirnhälfte wieder in die reale Welt zu bringen.”

 

Intuition

Was ist eigentlich Intuition? Viele Erklärungen beschreiben ein unmittelbares, nicht auf Reflexion beruhendes Erfassen und Erkennen eines komplizierten Vorgangs.  Innerhalb unserer eigenen Erfahrungen kennen wir Intuition als “Eingebung” oder ein plötzlich ahnendes Erfassen.

Mithilfe unserer Intuition entsteht Wissen, ohne wir ausdrücklich in Worte fassen können, wie wir dieses Wissen erlangen oder woher es kommt. Vielleicht hast du diese großen oder kleinen intuitiven Erkenntnisse, Geistesblitze oder Eingebungen selbst schon erlebt. Aktuell sind die Fachgebiete der Psychologie und Naturwissenschaften nicht in der Lage zu erklären, wie Intuition funktioniert. Aber es deutet auf etwas hin, was sich in uns abspielt, jedoch unser bewusstes Denken nicht 

vollständig mitbekommt – eher nur vage bemerkt. Trainieren kannst du eine Intuition im Alltag oder Urlaub. Wenn du zum Beispiel wandern gehst und an eine Weggabelung kommst, prüfe innerlich, welchen Weg du intuitiv gehen würdest, bevor du auf deine Karte schaust. 

 

Gefühle 

Unsere rechte Hirnhälfte ist ebenfalls das Zentrum, das uns die gesamte Bandbreite von Glück, Fülle, Zufriedenheit bis hin zu Traurigkeit, Frust oder Schmerz fühlen lässt. Im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung wird ebenfalls die Goldene Regel vertreten, wichtige Entscheidungen eher mit dem Gefühl zu treffen, statt dem Verstand treffen – entgegen der Ansicht unserer westlichen Gesellschaft. Wichtig ist es Gefühle zu beobachten, sie zuzulassen und so die Möglichkeit erhalten, sich von ihnen zu befreien. Denn das tun sie, wenn sie gesehen werden, wenn ihre Botschaft erkannt und liebevoll integriert wird. Damit erhältst du selbst wieder die Führung über dich, anstatt dich ihnen ausgeliefert zu fühlen.

Schon allein das Beobachten der eigenen Gefühle trägt essentiell dazu bei, zwischen der interpretierenden Reaktion und dem Gefühl an sich Raum zu schaffen. Denke beispielsweise an den natürlichen Fluss der Gefühle bei Kleinkindern. Nichts wird erzwungen. Es gibt keine guten oder schlechten Gefühle, weil in ihrem Alter noch keine Kategorien oder Sprache existiert.

Dankbarkeit

ist eine Entscheidung, die dich hin zu den Kräften deiner rechten Gehirnhälfte und weg von der interpretierenden Gehirnhälfte führt. Es ist eine Reflektion der rechten Gehirnhälfte, die über bloße Akzeptanz der Realität hinausreicht. Beispielsweise hat die Forschung festgestellt, dass die rechte Gehirnhälfte eine höhere Aktivität aufweist, wenn Versuchspersonen Dankbarkeit empfinden. Nach 10 Wochen blickte die dankbare Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe optimistischer in die Zukunft, hatte weniger gesundheitliche Beschwerden und trieb sogar mehr Sport 


 Vgl. Emmons, R. A., Mc Cullough, E.. “Counting blessings versus burdens: an experimental investigation of gratitude and subjective well-being in daily life. Journal of Personality and Social Psychology 84(2) 2003, 377-389.

 

Kreativität

Auch deine Kreativität ist mit Intuition verbunden. Hier geht es oft nur darum, den ersten Pinselstrich zu malen, das erste Wort zu schreiben. Danach ergibt sich zumeist alles wie von selbst, du bist im Flow und ganz mit dir und deinem Tun verbunden. Folgendes Zitat von Ray Bradbury soll dich dazu inspirieren. “Deine intuition weiß, was du schreiben sollst, also stehe ihr nicht im Weg”. 

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