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Bewusst im Hier und Jetzt! Wie viel Kontrolle kannst du aufgeben? ;)

Fast in jedem Blog, in jedem Ratgeber ist es zu lesen. Wann warst du das ganz bewusst im Hier und Jetzt?! Manchmal wirkt es wie eine Art neues Lifestyle-Konsumgut Aber was steckt eigentlich genau dahinter? Was passiert mit uns bei der Ausübung?

Vielleicht schaffst du es bei einem Spaziergang, beim Betrachten eines Sonnenaufgangs oder in einer Meditation ganz für dich im Hier und Jetzt zu sein, aber wie sieht es aus, wenn du z.B. auf Arbeit oder privat mit einer Person sprichst, die dich im Hier und jetzt komplett herausfordert - durch gute Argumente, eine unberechenbare Art und Weise etc..? Genau in solchen Momenten fällt es zumindest mir unsagbar schwer, mich ganz auf das Hier und Jetzt einzulassen. Oftmals läuft unterbewusst gleichzeitig die Gedankenmaschine an, wie wir am besten antworten könnten.

 

Denn bei genauerer Reflexion bedeutet das Hier und Jetzt sich auf die Unsicherheit selbst einzulassen. Es bedeutet Kontrolle abzugeben und dem Leben selbst ausgeliefert zu sein, was neben den vielen wundervollen Seiten aber auch seine harten und gefühlt ungerechten Seiten hat und zeigt. Was macht diese Sichtweise mit dir?

 

Was macht nun das Das Leben im Hier und Jetzt mit uns?

 

Im ersten Schritt ist es das tiefere Verständnis, sich auf Herausforderungen und nicht planbare Situationen des Lebens im gegenwärtigen Moment ohne Wenn und Aber einzustellen. Insbesondere im „ohne Wenn und Aber“ liegt auch gleichzeitig die Schlüsselessenz.

 

Zum einen können wir immer nur einen Teil der Realität sehen – unserer Realität, aber nie das große Ganze auf einmal mit allen Erkenntnissen und der Beantwortung der Frage, warum etwas genauso in unserem Leben passiert?

Zum anderen beginnt das eigene Gefühl des Leidens erst dann, wenn wir unsere Gegenwart, diesen einen Moment, ablehnen und uns ihm widersetzten.

 

Letztlich liegt in der Akzeptanz des aktuellen Moments keine Schwäche, sondern Bewusstsein. In diesem Wissen fällt es auch manchmal leichter – bestimmte Dinge einfach so hinzunehmen, wie sie sind, aber gleichzeitig die Verantwortung zu übernehmen all das ändern, was in unserer eigenen Kraft und Tun liegt. Hier liegt auch die eigene Freiheit selbst zu entscheiden, welche Gedanken und Gefühle ich zu einer bestimmten Situation haben will.

 

Übung

  • Versuche dich an frühere, für dich im ersten Moment schwierige Situationen zu erinnern und welches Resultat heute daraus vorgegangen ist.
  • Nicht selten stellt sich die Erkenntnis ein: Wenn dieses Ereignis damals nicht eingetreten wäre, dann wäre ich nicht heute genau an diesem Punkt.
  • Welche positiven Momente, persönlichen Weiterentwicklungen, Begegnungen hat die Situation mit sich gebracht?

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