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Meine Bestimmung im Leben finden!...Gibt es diese überhaupt so eindeutig?

Mir ist diese Frage in letzter Zeit immer öfter in den Sinn gekommen, da ich rückblickend in meinem Leben sehr viele verschiede Dinge, ob in Freizeit oder beruflich, ausprobiert habe, anfangs Feuer und Flamme war und dann nach einiger Zeit gemerkt habe, dass es mir wieder langweilig wird. Damit wurde innerlich meine Stimme immer lauter: „Du musst doch etwas finden, was dich langfristig ankommen lässt!“ Über enge Freunde kenne ich auch das Phänomen, gar nicht zu wissen, wo die eigenen Interessen liegen, weil man sich noch nie richtig damit auseinandergesetzt hat. Vielleicht ist auch die Auseinandersetzung und das Entdecken die Aufgabe? Wer weiß?

Im Rahmen meiner Coaching-Ausbildung habe ich meinen Ausbilder gefragt, wie ich meiner inneren Stimme helfen kann und meine Lebensaufgabe - meine tiefere Bestimmung - finden kann. Folgende Aufgabe wurde mir mitgegeben, die ich gerne mit euch teilen möchte.

 

Übung

  1. Schreibe in einer Chronik von Schulzeit bis heute deine wichtigsten Stationen auf, die Du erlebt hast. Für eine bessere Verbildlichung kannst Du auch gerne einen Graphen nutzen, der Höhen und Tiefen beinhaltet.
  2. Dann hebe diese Dinge hervor, die Dir am meisten Freude gemacht haben, Dich interessiert haben bzw. Du selbst gerne in die Hand genommen hast.
  3. Ergänze diese Tätigkeiten nun um Deine Stärken (wie z.B. Hilfsbereitschaft, Humor oder Neugier...) persönliche Ressourcen (z.B. gute Freunde, Reisen, Spaziergänge etc.) und höhere Werte, mit denen Du Dich identifizierst (wie z.B. Mut, Gelassenheit, Durchsetzungskraft)
  4. Im vorletzten Schritt schaue, ob Du in Deiner Chronik eine Art „Roten Faden“ findest, d.h. ob es Zeitabschnitte innerhalb einer Tätigkeit gab, in denen Du besonders zufrieden warst.
  5. Im letzten Schritt betrachte die Chronik und stelle Dir folgende beiden Fragen: Über welche aufgeschriebenen Punkte will ich weiter nachdenken? Was will ich geben?

Zum Nachdenken:

Dieser Frage nachzugehen kann oft ein ganzes Leben dauern und sich im Laufe der Zeit auch wieder verändern und dies darf auch so sein. Oft bekommen wir durch Zeitungsartikel, Blogs oder Portale suggeriert, dass jeder „die Selbstverwirklichung“ und „die Lebensaufgabe“ finden sollte, um glücklich zu sein. Dies kann ganz schön stressen und ist meines Erachtens zu eng gedacht. Mir hat sehr weitergeholfen, vergangene Dinge, die ich in meiner Chronik wieder neu entdeckt habe, in mein Leben zu integrieren - insbesondere sich regelmäßig an dem zu erfreuen, was man alles hat und einem oft als ganz verständlich erscheint – gar nicht so leicht ;) Hier nutze ich zum Beispiel das 5 Minute Journal.

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Kommentare: 2
  • #1

    Susi (Freitag, 20 Oktober 2017 22:53)

    Vielen Dank für diesen tollen Blog - es macht unglaublich Freude ihn zu lesen und sich durch Deine Gedanken inspirieren zu lassen. Auch ich bin oft auf der Suche nach der inneren Stimme welche mir die richtige Richtung zeigt. Ich freue mich, dass Du und Dein Blog mich auf dem Weg begleiten. Danke <3

  • #2

    Kristin (Samstag, 21 Oktober 2017 08:08)

    Liebe Susi, dir vielen Dank für deine Worte - ich freue mich, wenn mein Blog dich inspiriert. Gerne schick mir auch Fragen, die dir so durch den Kopf gehen. Diese kann ich dann hier mit aufgreifen :)